Ältere Arbeitskräfte bringen es nicht...

Mittwoch, 9. Oktober 2019



Immer wieder höre ich von Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen. Sie wären teuer, vielleicht sogar langsamer und öfter krank. Ab 50 scheint dieses Damoklesschwert über unseren Köpfen zu schweben. Aber ich verstehe eigentlich gar nicht warum.


Sicher sind diese Argumente für ein kleines Unternehmen ein Problem. Allerdings gibt es natürlich nicht nur Negatives. Ganz im Gegenteil. Aus meiner Sicht hat unsere Generation sogar einige Vorteile!

Denn neben einer langjährigen Berufserfahrung kennen wir auch beide Welten. Digital und Analog! Auch wenn uns die jüngere Generation digital vielleicht einiges voraus ist kennen WIR trotzdem beides und wissen auch wie es Analog funktionieren würde :-)

Ein weiteres Pro für die ältere Generation ist aus meiner Sicht die Beständigkeit. Heute bleiben die Mitarbeiter nur mehr weniger Jahre bis sie weiterziehen. Hohe Fluktuation verursacht hohe Kosten und wir wissen alle wie lange es dauert bis ein Mitarbeiter komplett eingeschult ist und seine ganze Arbeitskraft einbringen kann. Dieser ständige Wechsel ist nicht unerheblich und verursacht im täglichen Ablauf Reibungspunkte.

Entscheidet sich ein Unternehmen für einen älteren Mitarbeiter kann er relativ sicher sein, dass diese Person wenig Interesse hat noch einmal zu wechseln. Der Unternehmer kann voll und ganz auf diesen Mitarbeiter die nächsten 15 Jahren zählen.

Sind das nicht gute Argumente? Kennt ihr die Problematik am Arbeitsmarkt? Wie seht ihr das?








Kommentare:

  1. Die Pros sind gute Argumente!
    Wenn ich meine Eltern mit Mitte 60 sehe, und das sie leisten, dann bin ich mir sicher, dass sich Jüngere eine Scheiben abschneiden können!
    Liebe Grüße!

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    1. Die ältere Generation ist wirklich aus einem "anderen Holz". Nicht umsonst redet man heute von der Generation X, Y, Z....
      Du kannst stolz auf deine Eltern sein :-)
      Alles Liebe
      Natascha

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  2. Hallo Natscha,
    dieses Thema kommt zwischendurch bei uns am Esstisch immer wenn ich mit meiner Tochter spreche, was Sie gerne möchte. Sie möchte so viel Erfahrung wie es nur geht. Das sehe ich auch aus meinem Arbeitsumfeld. Die Angelernten, die gerade aus dem Studium, Abi kommen, sehen die Arbeitswelt noch komplett anders. Während eine gute Freundin 2 mal den Job gewechselt hat in einer Zeitspanne aber von 8 Jahren. Als ältere Generation hat man wirklich wenig Lust auf ständigen Wechsel. Ähnlich mit Umzug und co meiner Meinung nach :)
    Ganz liebe Grüße, Karoline :)

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    1. Liebe Karoline,
      ich beobachte auch die junge Generation und finde den Zugang den sie haben interessant. Wobei Erfahrungen sammeln ja nie verkehrt ist :-)
      Herzliche Grüße
      Natascha

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  3. Dass man ab 50 – oder sogar schon ab 40 – schlechtere Karten hat, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, ist ja nun ein altes Phänomen. Klar hat es Vorteile, Menschen ab 50 zu beschäftigen. Aber oft genug hat es auch Nachteile. Ich weiß nicht, wie oft ich schon den Satz "Das haben wir aber immer so gemacht, das mache ich auch weiter so" gehört habe. Fehlende Flexibilität kann halt auch ganz furchtbar nerven, und die findet man halt oft bei älteren Mitarbeitern.

    Ansonsten gibt es halt massenweise Vorurteile: Ältere Mitarbeiter sind häufiger krank, jüngere Mitarbeiter kündigen nach drei Jahren, ältere Mitarbeiter sind nicht so belastbar, jüngeren Mitarbeitern fehlt die Routine... to be continued.

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Liebe Fran,
      wie recht du hast. Wenn Mitarbeiter "betriebsblind" werden und den Satz "das haben wir immer so gemacht" raus hauen bekomme ich auch die Krise :-)
      Liebe Grüße
      Natascha

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  4. Liebe Natascha,
    Ich habe mittlerweile 40 Jahre bei einem Arbeitgeber mit 2 maligem Wechsel der Abteilung und damit auch das Aufgabengebiet! Also zwei Jobs ganz unterschiedlich und ich habe noch nie gesagt: So haben wir es immer gemacht. Mit fast 60 eigentlich unerwünscht, aber am wenigsten krank und immer offen für Neues. Eigentlich bin ich flexibler, als junge Mitarbeiter für die an erster Stelle die Familie kommt und die oft schnell alles hinwerfen. Ganz gleich wie alt oder jung man ist, sollte man immer offen sein, Neues dazuzulernen und Einsatz zeigen. leider wird die Ü50 Generation gerne in einem Topf geworfen und Vorverurteilt. Es wird immer schwerer einen neuen Job zu finden ab 50.
    Ganz liebe Grüße EvelinWakri

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    1. Liebe Evelin,
      das glaube ich dir aufs Wort. Alleine deine Social Media Aktivitäten zeigen wie offen du für Neues bist. Der Satz "das haben wir immer so gemacht" heißt aus meiner Sicht auch "lass mich in Ruh mit den Blödsinn". Und Unwilligkeit hat kein Alter :-) Ich denke auch, dass man nicht alle in einen Topf werfen kann. Zum Glück :-)
      Alles Liebe
      Natascha

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  5. Ja. Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Und wir können sehr oft, sehr gute MA vom freien Markt einstellen, die draußen keinen Job mehr finden.
    BG Sunny

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    1. Liebe Sunny,
      zum Glück haben alle Menschen bei euch die gleichen Chancen! Das finde ich richtig gut!
      Ganz liebe Grüße
      Natascha

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  6. Ich finde, die Mischung macht es. Wenn in einem Betrieb nur ältere Leute arbeiten, wird es schnell eingefahren. Jung und Alt können immer gegenseitig voneinander profitieren.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ich sehe es auch so. Jede Generation kann etwas besonders gut.
      Alles Liebe
      Natascha

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  7. :-) Liebe Natascha,
    die Problematik kenne ich nur zu gut.
    Die "Jungen" sollen die Erfahrungen einer 50-Jährigen haben, aber höchstens die Hälfte von deren Gehalt bekommen.
    Die "Alten" sollen am Besten ein Handbuch mit ihrem gesamten Wissen und Erfahrungsschatz und "how to's" für eine günstige Arbeitskraft schreiben und dann bitteschön gehen.
    Und "denen da oben" geht's nur darum was die Aktionäre sagen und dass die ihre Dividenden und sie auch alle schön ihre Boni erhalten.
    Mir hängt das alles so zum Halse 'raus!
    Schöne Abend und liebe Grüße :-)

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  8. Hallo Natascha,
    ich finde es auch nicht gerechtfertigt, alle Älteren in einen Topf zu werfen, sie zu vergleichen als wären sie hoch betagt und im gleichen Zug, ihren ganzen Wissensschatz zu verharmlosen. Unverständlich! Und das in einer Zeit, wo Menschen immer mehr geistig und körperlich junggeblieben sind. Das macht es doppeltunverständlich!
    Lg Caro

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