Wieviel ist genug?

Sonntag, 27. Januar 2019



Oft höre ich klagen von Menschen, die in der Mitte des Lebens angekommen sind das der Leistungsdruck zu hoch ist. Vollzeit bedeutet meist einen "All in" Vertrag zu haben und Pflichtbewusst wie wir erzogen wurden bedeutet das abliefern bis zum Umfallen.



Aber wozu eigentlich? Spontan würde ich sagen, um sich ein "besseres Leben" leisten zu gönnen. Aber ist es am Ende nicht nur ein Kreislauf? Je mehr man arbeitet umso mehr verdienen wir zwar. Allerdings führt das auch dazu sich immer häufiger zu belohnen. Im schlimmsten Fall sind sogar Arztkosten fällig die nicht notwendig wären hätte man mehr Zeit für sich und seiner Balance.

Also was bleibt unterm Strich? Wozu wollen wir immer mehr und noch mehr verdienen, wenn wir doch mittlerweile alles haben was wir brauchen? Was wenn wir alles hinschmeißen und einfach Prinzessinnen werden? :-)

Durch Zufall habe ich bei den Vorbereitungen dieses Artikels eine Radio Diskussion gehört. Ein Autor schlug vor 15 Wochenstunden zu arbeiten. Dafür aber bis 80 Jahren. Er ist der Meinung, weniger aber dafür länger arbeiten mache zufriedener.

Was meint ihr. Wie viele Arbeitsstunden pro Woche machen glücklich? Gibt es überhaupt die idealen Wochenstunden?







Kommentare:

  1. Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Dass eine "ideale Zahl der Wochenstunden" die Lösung ist. Ich habe in den letzten 30 Jahren von Vollzeit über Selbständigkeit und Teilzeit bis zurück zu Vollzeit eigentlich alles durch und könnte zur idealen Stundenzahl trotzdem nix sagen. Teilzeit war die Lösung auf jeden Fall nicht. Selbständigkeit schon gar nicht, denn die endet sehr, sehr oft in absoluter Selbstausbeutung. Was ich toll fände, wäre ein Modell, in dem ich beispielsweise 9 Monate lang Arbeit und 3 Monate nicht. Aber das sieht wohl jeder anders.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Liebe Fran,
      dank dir für deine Erfahrung. Ich finde es immer spannend wenn jemand schon alles ausprobiert hat. Ich kenne "nur" Fulltime. also "All In" und jetzt die Selbständigkeit. Wobei ich hier erst am Anfang stehe und noch nichts darüber genau sagen kann. Das du die Teilzeit nicht als Lösung siehst finde ich interessant. Genau das hätte ich vielleicht als "ideal" Form gesehen.
      GLG Natascha

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  2. Eine interessante Frage, die du mit deinem Beitrag aufwirfst und die sicher schwierig zu beantworten ist. Jeder hat andere Ansprüche an sein Leben und an seinen Beruf – daher denke ich, dass die Antworten auch sehr individuell ausfallen werden. Der eine mag seinen Beruf nicht und will daher lieber weniger Stunden dort verbringen, ein anderer will sich teure Dinge kaufen und braucht dafür mehr Arbeitsstunden. Ich arbeite eigentlich sehr gerne, aber vor etlichen Jahren habe ich auch eine Zeit lang 60 Wochenstunden für die Arbeit verbracht, teilweise natürlich auch am Samstag und Sonntag. Obwohl mir die Arbeit selbst Spaß gemacht hat, wäre das kein Zustand auf Dauer gewesen. Aber so wie es jetzt läuft, bin ich total zufrieden. Dein Pullover gefällt mir sehr gut und ist absolut meins.
    Hab einen wunderbaren Sonntag und alles Liebe

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    1. Liebe Gesa,
      ich weiß genau was du meinst. Auch ich war einmal in einem Job "gefangen" mit viel zu vielen Stunden. Erst bis mir mein Körper die Grenzen gezeigt hat habe ich reagiert. Auch wenn ich jetzt zufrieden bin könnte ich mir eine Arbeit bis 80 Jahren auf keinen Fall vorstellen. Wie ist das bei dir?
      Alles Liebe
      Natascha

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  3. Erstmal: Ein sehr hübsches Outfit liebe Natascha. Schön kombiniert mit der Steppjacke :)

    Ich arbeite schon seit Jahren "nur" 30 Stunden in der Woche. Mehr schaffe ich weder körperlich noch geistlich. Aber diese 30 Stunden bin ich voll da. Und ich achte auch darauf, möglichst wenige Überstunden zu machen. Das rächt sich meistens sofort. Davon hat weder die Firma etwas noch ich, wenn ich krank werde. Dazu muss ich sagen, dass ich mir den Luxus nur leisten kann, weil mein Mann ebenfalls arbeitet und wir zwei Verdiener sind. Wenn ich für meinen Unterhalt allein aufkommen müsste, würde ich entweder vollzeit arbeiten oder mich erheblich einschränken müssen.

    Die Diskussion ist interessant, aber wer kann sich in der Realität einen 15 Stunden Job leisten? Viele Menschen haben sogar neben der Vollzeit noch einen Nebenjob, um die Familie zu ernähren. Unser System tickt leider anders.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ich dachte mir genau das gleich. Wie soll man sich ein Leben mit 15 Wochenstunden finanzieren. Auch wenn man dafür länger arbeitet scheint mir das unrealistisch. Eine Freundin arbeitet ebenfalls schon viele Jahre 30 Wochenstunden und sie meinte, 25 wären ideal. Also habe ich ein neues Ziel :-)
      Herzliche Grüße
      Natascha

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  4. Hey, es gibt da ja verschiedene Arbeitszeitmodelle, siehe Dänemark. Aber auch manche Unternehmen lassen die Mitarbeiter bis 14 Uhr arbeiten, ohne Pause und private Gespräche, sodass alles Private und die Erholung ab 14 Uhr statt finden kann. Eine gute Worklife Balance habe ich für mich bisher noch nicht gefunden.
    Liebe Sonntagsgrüße!

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    1. Die richtige Balance zu finden ist echt schwer. Weil es ja auch immer um Geld geht. (oder um seinen eigenen Perfektionismus) Ich wünsche dir aufjedenfall viel Glück und hoffe du findest deine für dich richtige Balance.
      Ganz liebe Grüße
      Natascha

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  5. Für mich fände ich 30 Stunden klasse. Aber nicht bis 80 :)
    Manchmal hat man ja vielleicht nicht die Arbeitszeit im Griff, aber zumindest das Tempo. Man sollte wissen wann genug ist, sonst wird man wirklich krank.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Liebe Tina,
      bis 80 Jahren ist wirklich der Oberhammer :-) Alleine den Gedanken finde ich schlimm!
      Liebe Grüße
      Natascha

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  6. Ich arbeite 28 Std. Und wenn ich es mir weiter leisten kann, will ich das auch so lassen. Ich fühle mich damit gut beschäftigt, aber nicht überlastet. Und trotzdem kommt es manchmal vor, dass es im Büro heiß her geht und ich die Gadanken mit nach Hause nehme. Der aufmerksame Leser meines Blogs, wird bemerkt haben, dass es in den letzten 2 Woche nur 2 Posts gab und keine 6, wie sonst. Der Druck in der Arbeit war genug. Ich wollte mir dann selber keinen Druck machen.
    Im Übrigen glaube ich, dass zwei total unterschiedliche Jobs mit jeweils 20 Std optimal wären.
    BG Sunny

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    1. Hi Sunny, das habe ich mal eine Zeit lang gemacht, als ich mich in einen neue Job einarbeiten musste. Vormittags der eine Job, nachmittags der andere. Das ist NICHT gut, weil Du jedes Mal umdenken musst und Dich auf andere Menschen einstellen. Für mich das das Stress pur. Würde ich NIE wieder so machen.

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    2. Liebe Sunny,
      du wirst es nicht glauben aber ich bin total bei dir! Mein letzter Job hat mir gezeigt, dass ein Ausfall auch immer sofort ein total Ausfall bedeutet. Das ist mit ein Grund warum ich mich selbständig gemacht habe. So habe ich das Gefühl Risiko und auch die Aufgaben besser steuern zu können. Ob das perfekt ist wird sich noch zeigen :-)
      Alles Liebe und hoffentlich wird es bei dir im Job bald wieder ruhiger!
      Natascha


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  7. Ich glaube, dass man das gar nicht so pauschal sagen kann, es gibt Menschen, die arbeiten 70 Wochenstunden und es ist ihnen noch nicht genug, weil sie das einfach für sich brauche, dieses Erfolgs- und Machtstreben und dann gibt es anderen Menschen, die sich durch einen geregelten Job eingeengt und gebremst fühlen, weil sie eher freie Seelen sind, die nicht weniger arbeiten, aber diese Arbeit eben meist nicht so entlohnt wird. Ich glaube, es gibt kein allgemeingültiges Modell, aber leider wird man eh nie vor die Wahl gestellt. Ich habe so viele Bekannte, die so unglücklich mit ihrer Arbeit sind und immer wenn ich sie frage, warum sie sich nicht etwas neues suchen - sie wollen ihren Lebensstandard nicht verlieren, aber ich frage mich dabei immer, welchen Lebensstandard, wenn ich 24/7 nur unglücklich bin, aber mir dafür monatlich eine Gucci-Tasche leisten kann - ist DAS Lebensqualität. ein wirklich tolles Thema, dass du hier aufgegriffen hast, über das ich Stunden philosophieren könnte. Hab eine tolle neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

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  8. Ein interessanter Ansatz. Wobei ich auf der anderen Seite auch das Gefühl habe, dass wenig oder gar nicht zu arbeiten, auch nicht glücklich macht, denn ich habe den Eindruck, dass man dann mitunter zuviel Zeit zum Nachdenken hat. Ansonsten denke ich, dass man grundsätzlich gefordert ist, bei sich selbst zu hinterfragen, warum man sich gestresst und unter Druck gesetzt fühlt. Denn am Ende ist meiner Meinung nach nichts so wichtig, als dass man sich deswegen kaputt machen lässt.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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  9. Hallo Natascha, ich bin mir nicht sicher, ob bis 80 so gut ist. Klingen tut es nicht gut. Ich stehe zwar am Ende eines erfolgreichen Arbeitsleben, aber wäre ich jetzt 15 Jahre alt, würden mich 60 Jahre schrecken!
    So kann man ja nie freuen und für seinen Lebensabend sparen, weil der geht wohl direkt uns Pflegeheim.
    Bin dagegen!
    Lg

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  10. Ich glaube, dass es da keine Pauschale gibt. Ich arbeitenTeilzeit und habe endlich Zeit für mich. Aber möglich macht das der Job von meinem Mann. Vollzeit wäre mir mit allen Verpflichtungen, die ich so habe, etwas zu viel, 25 Stunden würden gehen, wenn ich endlich eine Haushaltshilfe finden würde.
    Bis 80 arbeiten? Interessant, aber ich weiß nicht, ob alle dann noch in der Lage sind, zu arbeiten. Ist wahrscheinlich auch nicht zu verallgemeinern. Mein Schwiegervater hat von 65-70 in Teilzeit gearbeitet. Just for fun. Aber da war dann auch der Druck des Müssen’s raus.
    Liebe Grüße
    Andrea

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