Konfliktfalle e-Mail von Michaela Kellner und Andrea Khom

Sonntag, 23. April 2017

Wenn ich zwischen einem Anruf oder einer eMail wählen kann entscheide ich mich fast immer für das Geschriebene. Beim telefonieren ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich den Anrufer stören könnte. Eventuell hat er gerade Stress, sitzt im Auto oder ist gerade beim essen. Um das zu umgehen schreibe ich lieber Mails. Die Vorteile überwiegen allemal. Zumindest aus meiner Sicht!

Ich kann den Sachverhalt darstellen, Anhänge mitschicken, mehrere Personen einbinden, mir mit der Formulierung Zeit nehmen und ich kann die Korrespondenz jederzeit nachlesen. Wie praktisch!


Leider hat das geschriebene einen großen Nachteil. Es lässt sich soviel hineininterpretieren.

Als ich das Buch "Konfliktfalle eMail" gesehen habe fühlte ich mich sofort angesprochen. Was kann  ich besser machen. Worauf kommt es an? Welche Tipps gibt es?

Schon in der Einleitung fühlte ich mich ertappt. Wer kennt das nicht? Nichtssagende Betreffzeilen, falschgeschriebene Namen, ein total verwirrender Text der am Ende nur ein großes Fragezeichen aufwirft, ein Anrufer der mir erklärt das ich gleich ein eMail von ihm bekomme. Fragen doppelt stellen obwohl diese bereits in einem vorherigen Mail beantwortet wurden. Es gibt viele Punkte die unsere Emotionen beim eMail hochkommen lassen.


Wobei schon alleine die Zeit zwischen senden, lesen und antworten viel Raum für Spekulationen gibt.

Das Schwierige für uns ist, dass beim geschriebenen die Stimme und die Körpersprache fehlt. Deshalb kann schon ein falsches Wort sehr schnell zu einen ausgewachsenen Konflikt führen.

Ich kann mich noch erinnern als wir Haus gebaut haben. Es ging alles schief was nur schief gehen  konnte und aufgrund der Beweisbarkeit (und weil man sich nicht mehr sehen konnte :-)) beschränkten wir uns auf das Schreiben von eMails. Was den Konflikt natürlich nicht besser machte :-) Hätte ich nur eher dieses Buch gelesen :-)

Es wird erklärt wie Spiegelneuronen funktionieren, das es absolut Sinn macht nicht sofort zu antworten und welche Wörter man besser durch andere ersetzt.

Die Kommunikation, egal ob schriftlich, telefonisch oder direkt spielt sich nur zu 20% auf der Sachebene aber immerhin 80% auf der Beziehungsebene ab. Es ist daher sehr wichtig Nerven zu bewahren und auf ein paar Tricks zurückzugreifen.

Das Buch ist ein sehr guter Ratgeber der sich leicht und flüssig lesen lässt. Es gibt anhand anschaulicher Beispiele Tipps wie wir es besser machen können. Weist uns auf Fallen hin die wir besser vermeiden sollten und hält sogar einen eMail Knigge für uns parat. Interessant fand ich auch welche Wirkung ein Satz bekommt wenn man nur ein Wort austauscht. Auch auf die verstaubten allseits bekannten Formulierungen wird eingegangen und Alternativen geboten. Ein tolles Buch das ich sicher nicht zum letzten Mal in der Hand hatte.

Wie ist das bei euch? Schreibt ihr lieber eMails oder greift ihr automatisch zum Hörer?







Konfliktfalle e-Mail von Michaela Kellner und Andrea Khom

Erschienen am: 01.12.2016
Seitenanzahl: 208









Kommentare:

  1. Interessantes Buch. Tendenziell greife ich lieber zum Telefon, weil ich es oft erlebt habe, dass das Geschriebene falsch interpretiert wird. Da man die Menschen nicht immer telefonisch erreicht, ist eine Mail dann doch besser.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      dank dir für dein Kommentar. Stimmt, irgendwie ist es verzwickt. Ruft man an, erwischt man sein Gegenüber nicht. Schickt man ein Mail könnte es missverstanden werden. Schwierig, mir gehts genauso :-)
      LG Natascha

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  2. Liebe Natascha,
    sicher ein guter Ratgeber. Ich schreibe auch lieber Mails, auch wenn ich mir der Gefahr der Missverständnisse bewusst bin. Nur Termine vereinbare ich lieber schnell telefonisch.
    Schönen Sonntag und liebe Grüsse
    Steffi

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    1. Liebe Steffi,
      Termine mache ich auch persönlich aus. Wobei mittlerweile zb. Ärzte immer öfter Termine online vergeben. Auch sehr praktisch!
      Alles Liebe
      Natascha

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  3. Ich telefoniere wesentlich lieber als zu mailen. Liegt unter anderem daran, dass ich seit Mitte der Neunziger beruflich viel per Mail kommuniziere und in 20 Jahren wohl jedes mögliche Missverständnis vorgekommen ist. Per Telefon bekomme ich im besten Fall sofort Antworten und kann gegebenenfalls gleich nachfragen. So etwas kann sich per Mail tagelang hinziehen - vor allem, wenn der Gegenpart Fragen gar nicht beantworten will.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Liebe Fran,
      das kenne ich leider auch. Man stellt eine Frage per Mail und der Empfänger geht einfach nicht darauf ein oder hat es "übersehen". Ich könnte auch mittlerweile ganze Bücher füllen, über all die Missverständnisse die ich erlebt habe :-)
      Liebe Grüße
      Natascha

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  4. Hallo Natascha, ich dachte eigentlich immer, dass es gerade beim telefonieren MEHR Missverständnisse gibt (denn dann kommen ja noch Dinge wie Tonfall, Beziehungsebene wird mehr angesprochen, manche Menschen tun sich schwer etwas auszudrücken etc... , dazu. Außerdem kann man Gesagtes nicht mehr löschen - im Gegensatz zu einer mail oder einem Satz. Schriftlich ist man viel sachlicher - aber Du hast Recht, Missverständnisse gibt's wahrscheinlich immer, egal, wie man's macht! LG Maren

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    1. Liebe Maren,
      in einer Konfliktsituation ist sicher beides schwierig. Im Buch gibt es so eine Art Leitfaden. Wie man vorgehen soll. Das persönliche Gespräch ist bei Konflikten sicher am hilfreichsten. Aber du hast natürlich recht, im Mail kann ich mir die Formulierung genau überlegen. Das ist auch ein Grund warum ich ein Fan von Mails bin :-)
      GLG Natascha

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  5. Liebe Natascha,
    nachdem ich Deine Zusammenfassung dieses Buches gelesen habe, denke ich, dass die Autorin absolut recht hast. Mit E-Mails wird ein Sachverhalt oft nur noch komplizierter - ein klärendes Gespräch zu einem früheren Zeitpunkt hätte es oft gar nicht so weit kommen lassen. Daher versuche ich auch generell abzuwägen, wo ein Telefonanruf mehr Sinn macht, als ein möglicherweise dann vom Empfänger falsch interpretiertes E-Mail.
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Liebe Rena,
      seit ich das Buch gelesen habe denke ich auch ständig Mail oder Telefon. Es lohnt sich wohl wirklich vorher abzuwiegen. Bevor sich ein Gewitter zusammenbraut :-)
      Alles Liebe
      Natascha

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  6. Eigentlich telefoniere ich lieber, liebe Natascha. Habe im Büro aber oft die Erfahrung gemacht, dass eine Mail dann beantwortet werden kann, wenn der Empfänger Zeit hat und weniger unter geht. Deshalb nutze ich heute mehr das elektronische Medium.
    LG Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      stimmt ein Mail wird weniger vergessen als ein schnelles Telefonat bzw. kenne ich es auch das Anrufe im Büro versehentlich nicht ausgerichtet werden. Da ist man mit einer eMail Nachricht klar im Vorteil!
      GLG Natascha

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  7. Sehr gutter Artikle velen danke Für deine Artikle

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