Digital Detox

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Ist die moderne Welt Fluch oder Segen? Benutzen wir das Handy oder benützt das Handy uns? Wann haben wir uns eigentlich dazu entschlossen freiwillig Geisel der ständigen Erreichbarkeit zu sein?



Ich bin jetzt zwar nicht die Generation, die das Handy gar nicht mehr aus der Hand legt. Aber es stellt sich doch eine innere Unruhe ein wenn ich es nicht doch immer wieder kurz checke. Mein Handy ist immer auf lautlos und wenn ich mich mit Freunden treffe bleibt es überhaupt in meiner Handtasche. 

Also noch kontrolliere ICH mein Handy und nicht umgekehrt :-) Wenn ich aber ehrlich sein soll fühle ich mich aufgeschmissen wenn mir der Akku unterwegs ausgeht oder und jetzt kommts.....wenn ich mein Handy zu Hause liegen hab lassen. Auch wenn ich nur spazieren gehe nehme ich das Handy mit. Wozu eigentlich?

Da kann ich von meinen Herzbuben noch einiges lernen. Er lässt es tagsüber auf seinen Schreibtisch liegen und am Abend bleibt es im Vorzimmer. Er geht sogar soweit das er einmal im Urlaub ganz darauf verzichtet hat. Ganz klar, das könnte ich nicht!

Aber wielange könnte ich es schaffen?


Immer öfter liest man von digital Detox. Bewusst "offline" gehen um sich digital zu Entgiften. Zu versuchen sich ganz auf das hier und jetzt zu konzentrieren und sich nicht von Facebook, Mails, Whats app ablenken zu lassen.

In meiner Kindheit gab es nie Anrufe nach 20:00/21:00 Uhr. Falls doch einmal das Telefon geläutet hat zuckte man zusammen. Weil wohl etwas passiert sein musste. Heute ist es ganz normal im Bett noch die letzte Mail oder Whats app Nachricht zu beantworten.

Als wir kürzlich Urlaub gebucht haben hat mich die Tatsache, das wir in dem Appartement kein Internetzugang haben werden doch wirklich zögern lassen.

Das hat mir gezeigt das ich dringend meine Einstellung überdenken muss. Es muss auch einmal ohne gehen und mal ehrlich....die Welt wird nicht untergehen wenn ich einmal nicht erreichbar bin....

Wie seht Ihr das? Wie geht es Euch dabei wenn es im Urlaub kein WLAN gibt? Hand aufs Herz, wann beantwortet Ihr die letzte Mail/Whats app Nachricht am Tag?










Kommentare:

  1. Interessantes Thema. Und nachdem ich einige Male Digital Detox betrieben habe, stelle ich fest: das bringt nichts - weil es nicht reicht. ;) Es ist schön und gut, mal ein paar Stunden oder ein paar Tage offline zu sein, aber das ersetzt nicht den gescheiten Umgang mit Smartphone & Co. Und wenn ich im Netz immer wieder über Menschen stolpere, die schreiben "ich mache Digital Detox und bin mal einen Tag offline" und dann die dazugehörigen Kommentare (!) lese ("Ich würde das nicht schaffen", "toll, gutes Durchhaltevermögen" o.ä.), dann frage ich mich echt, ob es schon so weit mit "uns" gekommen ist. Können wir nicht mal ein paar Stunden ohne Smartphone und Internet leben, ohne da ein Drama draus zu machen? Ich war im August erst wieder urlaubsbedingt eine Woche ohne Internet unterwegs und weißt du was? Ich habe nichts vermisst. Auf Instagram lief alles seinen gewohnten Gang, ebenso in den anderen sozialen Medien. Und darum achte ich jetzt bewusst drauf, wie ich Smartphone und Co nutze - jeden Tag. ;)

    Lieben Gruß
    Anna

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    1. Liebe Anna,
      lieben Dank für dein Kommentar. Ein gesunder Umgang ist sicher der Schlüssel!
      Alles Liebe
      Natascha

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  2. Ich habe 5 Jahre in einem Büro gearbeitet , wo ich permanent erreichbar sein musste. Auch nach Feierabend und am Wochenende. Ein Jahr habe ich das alleine gestemmt, dann mit einem Kollegen. Das war Stress und ich bin noch lange zusammengezuckt, wenn ich den Klingelton gehört habe. Denn Anrufe waren selten positiv.
    Mein Onlineverhalten stresst mich wiederum nicht, dass ist immer angenehm und ich bin oft genug offline. Auch im mag ich im Urlaub nicht darauf verzichten. Wo ist das nächste Gute Restaurant, Stadtpläne, Öffnungszeiten etc. Früher brauchte ich dafür Reiseführer.
    Wenn ich mich allerdings unter Druck gesetzt fühlen würde oder ich beim gemütlichen Beisammensein permanent aufs Display starren würde, müsste ich mein Onlineverhalten sicher einmal überdenken.
    Schönes WE
    Andrea

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    1. Liebe Andrea,
      deinen Kommentar kann ich nur nickend zustimmen. Wenn die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmt. Können manche Jobs eine echte Belastung werden.
      GLG
      Natascha

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